Netzwerk Fachwarte beteiligt sich wieder an den landesweiten Streuobstpflegetagen

 

 

 

Jedes Jahr im März pflegen Fachwartvereinigungen und Obst- und Gartenbauvereine im Rahmen dieser ehrenamtlichen Aktion mehrere tausend Streuobstbäume.

2015 wurden im Rahmen der Aktionstage fast 9000 Obstbäume gepflegt.

Das Netzwerk der Fachwarte und Baumwarte im Landkreis Biberach e.V. traf sich am ersten Märzwochenende bei winterlichem Wetter auf einer Streuobstwiese in Dettingen an der Iller.

Der Obst- und Gartenbauverein Dettingen pflegt die zahlreichen Streuobstwiesen am Ortsrand von Dettingen, welche dort in den letzten Jahren als Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen entstanden waren.

Eine Streuobstwiese gedeiht nur, wenn die Kulturpflanze Obstbaum eine dauerhafte Pflege erhält. Nur so wird sie zum artenreichen Lebensraum für viele inzwischen selten gewordene Tier-und Pflanzenarten.

 

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Der Obst und Gartenbauverein hatte das Netzwerk der Fachwarte eingeladen. Dieser Einladung folgen trotz nass-kalter Witterung 29 Fachwarte für Obst und Garten.

Dort stießen die Fachwarte auf stattliche Jungbäume, welchen von einem Gartenbaubetrieb ohne den dringend erforderlichen Pflanzschnitt gepflanzt worden waren.

Um diesen Bäumen eine Zukunft als landschaftsprägender Obstbaum zu ernöglichen musste eine fachgerechte Formierung der Baumkrone nachgeholt werden.

 

Zu Beginn wurde auf die Grundlagen des Erziehungsschnittes eingegangen. Auch erfuhren die Fachwarte vertiefendes Spezialistenwissen zur Erziehung und zum Aufbau von Obstbaumkronen.

Bei den Veranstaltungen des Netzwerkes hat es sich bewährt, dass erfahrene Fachwarte gemeinsam mit weniger erfahrenen in Kleingruppen schneiden.

im Anschluss an die erfolgreiche Pflegeaktion lud der Dettinger Obst- und Gartenbauverein die fleißigen Obstbaumpfleger zu einer Brotzeit ein.

Fachwartfortbildung 2016/2: Baumbeurteilung Altbaum

Baumbeurteilung und Schnitt von Altbäumen war das Thema der zweiten Fachwartefortbildung 2016. 30 Fachwarte trafen sich zu dieser Fortbildung auf einer Streuobstwiese bei Schemmerberg. Claudia Klausner, 1. Vorsitzende des Netzwerks der Fachwarte und Baumwarte im Landkreis Biberach e.V., erläuterte das Vorgehen bei der Baumbeurteilung an verschiedenen Apfelbäumen auf der Streuobstwiese. Die Bäume wurden auf Schäden, Standsicherheit, Nutzbarkeit und Vitalität hin untersucht. Abhängig von diesen Kenngrößen wurden dann Schnittziele und Eingriffsstärke festgelegt.

Nach der Einführung in das Thema wurde dann in Kleingruppen das Erlernte praktisch umgesetzt. Zum Abschluss wurden dann die Schnittmaßnahmen an den geschnittenen Bäume nochmals in der Gruppe besprochen. Eine deftige Brotzeit, bereitgestellt von den Besitzern der Streuobstwiese, belohnte am Ende die Fachwarte für Ihren Einsatz.

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Fortbildung 2016/1: Professioneller Obstbaumschnitt im Spannungsfeld zwischen Obstbau Fachlichkeit und Eigentümerinteressen

„Professioneller Obstbaumschnitt im Spannungsfeld zwischen Obstbau Fachlichkeit und Eigentümerinteressen“ ist der etwas sperrige Titel der ersten Fortbildungsveranstaltung des Netzwerks der Fachwarte und Baumwarte im Jahr 2016. Ziel der Fortbildung war es, beim Schneiden von Obstbäumen Auftraggeberinteressen und fachlichen Anspruch der Fachwarte in Einklang zu bringen. Dass diese Fragestellung von den Fachwarten als überaus spannend erachtet wurde, zeigte die große Anzahl an Anmeldungen für diese Fortbildung. 47 Fachwarte aus dem Landkreis Biberach und anderen Landkreisen trafen sich am 09.01.2016 im Landwirtschaftsamt in Biberach, um von Claudia Klausner eine theoretische Einführung in das Thema zu hören.

Claudia Klausner gab im Theorieteil der Fortbildung einen Einblick in die Vorgehensweise bei der Arbeit von Fachwarten für Auftraggeber. Wichtige Voraussetzung ist dabei eine fachlich einheitliche Sprache der Fachwarte. Um für den Auftraggeber eine Kostenschätzung bzw. Kostenvoranschlag abgeben zu können, ist eine Baumbeurteilung unumgänglich. Für diese Baumbeurteilung machte Claudia Klausner die Fachwarte mit einer formalisierten Vorgehensweise vertraut, die diesen schwierigen Schritt etwas vereinfacht. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Kalkulation der Arbeitszeit. Der Zeitaufwand für Schnittmaßnahmen an einem Baum sollte auf der Baumbeurteilung fußen. Die Stärke des Eingriffs sollte sich dabei nicht am fachlich angestrebten Endzustand orientieren, sondern an der für den Baum tolerierbaren Stärke des Eingriffes. Eventuell müssen deshalb Schnittmaßnahmen am Baum über mehrere Jahre verteilt werden.

Im Anschluss an den Theorieteil wurde das gehörte auf einer Obstbaumwiese in kleinen Arbeitsgruppen praktisch umgesetzt.

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Das Netzwerk der Fachwarte im Landkreis Biberach wird ein eingetragener Verein

Seit vier Jahren existiert das Netzwerk der Fachwarte bereits als loser Zusammenschluss von LOGL- geprüften Fachwarten für Obst und Garten aus dem Landkreis Biberach. Mit der Vereinsgründung am 25.11.2015 sollte diesem Zusammenschluss nun ein formeller Rahmen gegeben werden. 51 Fachwarte waren gekommen, um den neuen Verein „Netzwerk der Fachwarte und Baumwarte im Landkreis Biberach e.V.“ aus der Taufe zu heben und den neuen Vorstand und Ausschuss zu wählen.

Alexander Ego, Kreisfachberater für Garten- und Obstbau und Leiter der Obst- und Gartenbauakademie Biberach, war einer der geistigen Gründungsväter des Netzwerks der Fachwarte. An diesem Abend leider verhindert, ließ er durch Claudia Klausner Grußworte überbringen und wünschte der Veranstaltung einen erfolgreichen Verlauf. Auch Otto Deeng, 1. Vorsitzende des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine im Landkreis Biberach, ließ Grüße übermitteln.

Claudia Klausner und Antje Beducker, die 2012 gemeinsam das Netzwerk der Fachwarte gründeten, wurden zum ersten und zweiten Vorstand gewählt. Hans Peter Hannak und Armin Müller vervollständigen den vierköpfigen Vorstand als Kassenwart und Schriftführer. Ihnen zur Seite stehen in Zukunft die Beiräte Mandy Hopp, Christian Heubaum und Klaus von Bank und komplettieren damit das Ausschussteam.

Satzungsgemäße Aufgaben des neu gegründeten Vereins sind, wie schon in der Vergangenheit, alle Belange rund um das Thema Streuobstwiese. Insbesondere das mehrfach ausgezeichnete Projekt „SOS Streuobstwiese“ soll ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit bleiben. Das Netzwerk bietet in diesem Projekt engagierten Streuobstwiesenbesitzern und Kommunen die Unterstützung bei der Sanierung von ungepflegten Obstbaumbeständen an. Vorrausetzung für diese Unterstützung ist die Verpflichtung zu einer weiteren kontinuierlichen Pflege des Bestandes. Die Fortbildung seiner Mitglieder ist ein weiterer wichtiger Bereich der künftigen Vereinsarbeit.

 

Neuer Vorstand

von links: Klaus von Bank (Beirat), Antje Beducker (2. Vorsitzende), Armin Müller (Schriftführer),Claudia Klausner ( 1. Vorsitzende), Hans Peter Hannak (Kassenwart), Christian Heubaum (Beirat), Mandy Hopp (Beirat)

 

Plenum

gut gefüllte Reihen bei der Gründungsveranstaltung