Jahresausflug 2017

Wenn Engel reisen. So betitelte Antje unseren diesjährigen Ausflug zur Nussbaumschule Gubler und auf die Reichenau. Mit dieser Betitelung verband Antje jedoch vorrangig die Hoffnung auf besseres Wetter. Und ein bisschen hat es auch geklappt.

Morgens ging es mit etwas Verspätung auf zur Nussbaumschule Gubler in Hörhausen, Schweiz. Die erste Hürde war der Grenzübertritt. Anscheinend hatten die Eidgenossen Angst vor so viel Fachkompetenz, die hier in die Schweiz einzusickern drohte. Sie ließen uns daher lange warten, bis wir endlich doch die Grenze passieren durften. Und so kostete diese weitere Zeitverzögerung nun endgültige den Mitreisenden die Chance auf ein zweites Frühstück.

Angekommen bei der Nussbaumschule, sah man einige in der Verkaufshalle schnell einige Walnüsse knacken, um das aufgekommene Hungergefühl zu unterdrücken. Herr Gubler erzählte den Mitreisenden auf sehr informative Art seinen Werdegang zum Nussbaumschulenbetreiber. Seinen Darlegunge war die hohe Fachkompetenz anzumerken, die er sich seit dem Beginn der Baumschule 2009 angeeignet hat. Interessant war die Information, dass es neben den alten terminalen Sorten immer mehr laterale Sorten gibt, die neben dem höheren und schnelleren Ertrag auch eine geringere Wuchsleistung aufweisen. Diese Sorten sind deshalb auch für größere Hausgärten durchaus geeignet. Als Sorte stellte er hier insbesondere die Sorte Lara vor, die wegen ihrer geringen Krankheitsanfälligkeit sehr zu empfehlen ist. Leider ist diese Sorte nicht unbedingt für Höhenlagen geeignet. Gubler baut sie aber bei sich auf 550 Höhenmeter erfolgreich an. Allerdings herrscht hier noch etwas das Bodenseeklima. Nach der Einführung, überdacht in einem Informationsraum, ging es hinaus ins Gelände. Hier besuchten wir zwei Parzellen seiner Baumschule. Die erste Parzelle dient Herrn Gubler als Sortenerhaltungsgarten. Auf der zweiten Parzelle zeigte uns Herr Gubler die guten Wachstumsleistungen der Sorte Lara. Zurück im Verkaufsraum versorgte sich ein Großteil der Fachwarte noch mit Nüssen.

Mehr oder weniger durchgefroren und vom Wind zerzaust begaben wir uns nun wieder zurück zum Bodensee und fuhren zu unserer Mittagsstation. Jetzt hatte auch der letzte Mitreisende endgültig Hunger. Und so war jeder ausgiebig mit seinem Mittagessen beschäftigt. Danach wurde es kulturell, kirchengeschichtlich und wirtschaftlich hochinteressant. Unsere Führerin begleitete uns auf amüsante Weise einmal rund um die Insel und erzählte uns alles Wichtige zu nachbarschaftlichen Beziehungen am Bodensee, kirchlichen Hochkulturen und Niedergängen und der derzeitigen Situation des Gemüseanbaus auf der Insel. Ein letzter Blick von der höchsten Erhebung der Insel zeigte uns noch einmal die Reichenau und den Untersee im Überblick.

Voller Eindrücke begann nun die Heimfahrt und ich glaube, kein Mitfahrender hat seinen Entschluss heute dabei gewesen zu sein bereut, trotz suboptimaler Wetterlage und ausgefallenem Busvesper.

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Herbstmarkt 2017

Auch in diesem Jahr präsentierte sich das Netzwerk der Fachwarte und Baumwarte  im Landkreis Biberach e.V. mit zwei Ständen. Am Infostand konnten die Besucher verschiedene alte Apfel- und Birnensorten verkosten. Darüberhinaus gab es viele Informationsbroschüren und Bücher rund ums Theme Streuobst.

Kulinarisch war in diesem Jahr alles auf Apfel ausgerichtet. Der Essensstand des Netzwerkes verwöhnte die Besucher mit Apfelkratzede und Kartoffelpuffer mit Apfelmus. Auch bei den Getränken stand der Apfel im Vordergrund. So gab es frisch gepressten Apfelsaft und Most.

Wir wissen nicht ob es das schöne Wetter war, oder unser kulinarisches Angebot, auf jeden Fall konnten wir uns über zuweig Zuspruch nicht beklagen. Und dank der vielen engagierten Helfer lief wieder alles wie am Schnürchen.

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Veredlungskurs in Wilflingen

Seltene und besonders wohlschmeckende Apfelsorten im eigenen Garten ist der Traum vieler Fachwarte. Aber häufig erhält man diese nur sehr schwierig oder einen Platz für einen weiteren Baum gibt es nicht mehr.

Die Lösung ist dann das "Veredeln".

Bein Veredeln gibt es verschiedene Techniken. Das "Hinter die Rinde pfropfen" ist Teil der Fachwartausbildung. Und das in der Baumschule übliche Okkulieren wurde auch schon zweimal als Fachwartfortbildung angeboten.

Zum Glück haben wir ein Vereinsmitglied, welches im Veredeln der absolute Profi ist. Zu unserer großen Freude war er auch sofort dazu bereit für uns einen Veredlungskurs anzubieten.

 

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Knapp 20 Fachwarte folgten der Einladung in den wunderschönen Obstgarten über Wilflingen. Dort konnten wir im Rahmen des perfekt vorbereiteten Workshops nach einer Vorführung selbt das "Chipen" und "Spaltpfropfen" üben.

Lehrreich war auch, dass in dem Obstgarten Veredlungen unterschiedlichen Alters vorhanden waren. So konnte die Entwicklung der Veredelungen nachvollzogen werden.

Nicht nur dies beeindruckte die Biberacher Fachwarte, sondern auch die Vielfalt des Obstgartens: unzählige verschiedene Obstsorten auf verschiedenen Unterlagen.

Bei Kaffee und Bürgermeisterzopf war dann noch Zeit um Fachgespräche zu führen und die schöne, weite Aussicht über Oberschwaben zu genießen.

Danke für die Einladung und den interessanten Nachmittag! Die tolle Vorbereitung mit Demonstrations und Übungsmaterial incl. schriftlicher Unterlagen!

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Streuobstwiesenfest Ochsenhausen

Zum ersten Mal wurde das Streuobstwiesenfest in diesem Jahr zusammen mit NABU und BUND ausgerichtet. Sonnenschein und ein reichhaltiges Angebot an Information, Spiel und Kulinarik erwartete die Besucher. 

Schon ein Klassiker ist die Führung mit Obstbau(m)geschichten, die von Antje Beducker und Claudia Klausner in unterhaltsamer und informativer Weise präsentiert wurde.
Eine zweite Führung, geleitet von Claudia Klausner, behandelte die Vogelwelt in Streuobstwiesen. Das Netzwerk der Fachwarte präsentierte sich mit einem Informationsstand, der immer gut besucht war.

Für die jüngeren Besucher hatten NABU und Naturpädagogen ein umfangreiches Programm vorbereitet. An den Biertischen erholten sich viele Besucher bei Kaffee und Kuchen von den vielen Informationen, die sie im Laufe des Tages über Streuobstwiesen und Ihre tierischen Bewohner gehört haben.

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