SOS Streuobstwiese 2019

 

Mit dem Projekt SOS Streuobstwiese üterstützt das Netzwerk der Fachwarte Streuobstwiesenbesitzer bei der Pflege ihrer Streuobstbestände.

Dieses Jahr waren wir in Riedlingen. Dort pflegen BUND Mitglieder eine große Streuobstwiese. Rund 25 Fachwarte trafen sich dort am 23. Februar um die Riedlinger BUND Ortsgruppe tatkräftig und fachkundig zu unterstützen.

Neben der praktischen Arbeit war der theoretische Input ein wichtiger Teil der Veranstaltung: Claudia Klausner gab einen Überblick über die Vitalitätsstufen nach Roloff.

Dass auch ein abgängiger Obstbaum noch vegetative Triebe vorweisen kann und was die Merkmale von vitalen und bedingt vitalen Bäumen sind konnte an den vorhandenen Bäumen anschaulich demonstriert werden.


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Die Streuobstwiese besteht zum größten Teil aus abgängigen Bäumen. Ziel der Pflege war dort die Stabilität zu erneuern um dadurch die ökologisch wertvollen Habitatbäume mit ihren Nisthöhlen möglichst lange zu erhalten.


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Ganz vorbildlich gibt es auf der Streuobstwiese auch junge Obstbäume. An diesen durften dann die Fachwarte unter der Anleitung von Antje Beducker ihre Kenntnisse über den Schlankschnitt vertiefen.

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Fortbildung: Schlankschnitt mit Gerhard Weyers

Die erste Fortbildung in 2019 beschäftigte sich mit dem Thema Schlankschnitt als Technik für die Pflege großkroniger Obstbäume. Hierzu hatte das Netzwerk Gerhard Weyers als Referenten gewinnen können. Die Veranstaltung begann mit einer theoretischen Einführung in das Thema. Gerhard Weyers hob hier insbesondere hervor, dass der Vorteil des Schlankschnitts in seiner ausgleichenden Wirkung auf die physiologischen Prozesse des Baumes liegt. Übermäßiges Triebwachstum wird maßvoll vermindert, vergreiste Bäume können revitalisiert werden.

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Danach ging es raus auf die Streuobstwiese. Gerhard Weyer gab hier eine kurze Überblick über Sicherungstechniken beim Arbeiten auf der Leiter. Eine für viele Fachwarte neue Erfahrung war die Verwendung der Südtiroler Steigtanne, einer Einholmleiter. Gerhard Weyer zeigte, dass sich diese Leiter gut im Baum positionieren lässt und eine sehr gute Standsicherheit aufweisst. An einem, seit mehreren Jahren ungeschnittenen Apfelbaum führte er dann exemplarisch das Vorgehen beim Schlankschnitt vor. Es zeigte sich, dass die Technik des Schlankschnitts nicht eine bestimmte Kronenform (z.B. Oeschberg) voraussetzt, sondern immer angewendet werden kann. Das Pflegeziel Baumgesundheit und Revitalisierung kann somit immer erreicht werden. Voraussetzung der Schlankschnitttechnik sind allerdings kürzere Pflegeintervalle.

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Den Abschluss bildete, wie bei jeder Veranstaltung des Netzwerks, ein kleines Vesper. Hier wurde noch eifrig über das gerade Erlente mit dem Referenten und anderen Fachwarten diskutiert.

 

 

Herbstmarkt 2018

Für das Netzwerk der Fachwarte ist der Kürnbacher Herbstmarkt eine Möglichkeit sich zu präsentieren.

 

Dieses Jahr waren wir an einem neuen Platz: beim Rathaus.

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Auch die Pavillions waren neu.

Wie gehabt, unser Essensangebot: Apfelkratzede und Kartoffelpuffer mit selbstgemachtem Apfelmus.

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Auch jedes Jahr eine feste Größe: unsere fleißigen, motivierten und gutgelaunten Vereinsmitglieder!

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Und darauf freuen sich viele Herbstmarktbesucher: alte Obstsorten zum verkosten: Goldparmäne, Transparent, Gravensteiner, Gewürzluiken... und viele mehr.

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Un Dekade Biologische Vielfalt

 

Das Netzwerk der Fachwarte wurde von der Jury der UN Dekade erneut ausgezeichnet!

Das Obstbaumpflanzprojekt 100 Bäume für die Zukunft, welches 2016 gemeinsam mit der Fruchtsaftkelterei Bentele ins Leben gerufen wurde darf nun auch das Prädikat Ausgezeichnetes Projekt der UN Dekade Biologische Vielfalt führen.

Im Rahmen des Kürnbacher Herbstmarktes 2018 durften Vertreter des Netzwerkes die Auszeichnung durch Dr. Jürgen Kniep entgegennehmen. 

 

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