Kürnbacher Herbstmarkt 2022

Nach einer zweijährigen Zwangspause fand dieses Jahr wieder der Kürnbacher Herbstmarkt statt. Zum Museumsdorf Kürnbach haben die meisten Mitglieder des Netzwerkes der Fachwarte eine ganz besondere Bindung: hier findet ein wichtiger Teil der Fachwartausbildung, die Obstbaumschnittpraxis statt.

Dieses Jahr waren die Fachwarte für Obst und Garten auch wieder mit ihrem Infostand vor Ort. Die gute Obsternte dieses Jahr erleichterte die Vorbereitung der beliebten Obstsortenverkostung. Eine üppige Auswahl an Äpfeln und Birnen, ergänzt durch Walnuss und Quitte konnte von Interessierten Besuchern probiert werden. Wie auch in den Jahren zuvor: der mit Abstand beliebteste Apfel war die Goldparmäne. Mancher Besucher brachte ihm unbekannte Äpfel und Birnen mit, in der Hoffnung dass einer der sortenkundigen Fachwarte ihm den Namen zur Frucht nennen kann.

Ebenso gefragt war die Beratung zur Sortenwahl. Welche Sorten lassen sich gut lagern? Was wird zur Pflanzung auf der Streuobstwiese empfohlen?

Für die kleinen Besucher gab es die Möglichkeit selbst aktiv zu werden: eigenen Apfelsaft zu pressen war auch dieses Jahr wieder ein sehr beliebtes Angebot.

 

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Offener Garten bei Keilbachs

Am vergangenen Samstag hat unser Mitglied Georg Keilbach seine Gartentür

für uns geöffnet.
Empfangen wurden wir mit einer Überraschung: Knusprige Dennete aus dem
eigenen Holzofen. Gleichzeitig erhielten wir von Georg eine kurze Einweisung
über Bau, Funktionsweise und Nutzungsmöglichkeiten sowie Rezepturen für
Backwaren.
Danach führte er uns sachkundig durch seinen Kräuter- und Gemüsegarten, der
auch naturnahe Elemente (kleiner Teich, Wildhecken), Obstbäume, ein großes
Gewächshaus und einen kleinen Hühnerstallbereich mit 4 Hühnern enthält.
Während der Führung wurden viele Erfahrungen zwischen den Teilnehmern
ausgetauscht, sei es zu den angebauten Pflanzen, Regenwassernutzung, den
verwendeten Bewässerungsmöglichkeiten oder der installierten passiven
Gewächshausheizung.
Nach gut 2 Stunden fand man sich, bei eintretendem Regen, am Tisch auf der
überdachten Terrasse ein, um das Treffen bei Kaffee und leckerem Himbeer-
und Träubleskuchen ausklingen zu lassen.
Alle Teilnehmer durften sich dann noch ein leckeres, noch warmes
Holzofenbrot mit nach Hause nehmen.
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Mähen mit dem Mähbalken und Freischneider

Leider ist es immer noch oft so, dass das Gras unter den Obstbäumen ein Problem ist. Diese Sichtweise wird dem Rohstoff Gras nicht gerecht. Aus diesem Grund bietet das Netzwerk in loser Folge Veranstaltungen zum Thema Grünland an. Die erste Veranstaltung fand bei unserem Fachwartkollegen Alfred Schmid statt. 

Themenschwerpunkt war die Wiesenpflege. Es wurden die Vor- und Nachteile verschiedene Mähmöglichkeiten diskutiert. Aber auch Ansprüche des Arten- und Naturschutzes wurden diskutiert. Insbesondere die Mähhäufigkeit, der Mähzeitpunkt  und die Mähhöhe spielen hier eine entscheidende Rolle.

Zum Ausklang traf man sich an der "Freilufttheke", die von Ali selbst entworfen und gebaut wurde, zu einem kühlen Getränk.   

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Auftaktveranstaltung „Offener Garten“ des Netzwerkes

Bei der Zukunftswerkstatt unseres Vereins in Heiligkreuztal haben wir beschlossen, den
"Offenen Garten"
als neues Projekt neben all den Streuobst- und Baumpflegethemen in unser Angebot mit aufzunehmen.
Wir starteten die Themenreihe mit einem Besuch des Gartens unseres Mitgliedes Hans Peter Hannak in Kirchberg, 11 Mitglieder nahmen daran teil.
Hans Peter eröffnete die Führung durch seinen Garten mir einigen Fotos, die dessen Zustand vor gut zwei Jahren zeigten. Nach einer Hauserweiterung lag er zum großen Teil brach, der Boden durch Baufahrzeuge verdichtet. Materialien aus dem bisherigen Garten wurden vor der Baumaßnahme, soweit sinnvoll, „gerettet“. Dies waren u.a. Flussbausteine aus der Hangabstützung, Porphyr- Würfel von Terrassen, Büsche, Stauden etc.

Der neue Gartenbereich sollte möglichst altersgerecht ausgeführt werden. Er wurde in Teilen neu angelegt, wobei nahezu alle bisherige Materialien wieder Verwendung fanden.
So entstand auf relativ kleiner Fläche eine vielfältige Gartenlandschaft aus Trockenmauern, Teich- und Tauchbecken, Bachlauf, Kräuterschnecke mit Igelwohnung, Nisthilfe für Insekten und Wildbienen, Trockengarten mit winterharten Kakteen, Rasenflächen als Spielebenen für die Enkelkinder u.v.m.
Bei der intensiven Gartenbesichtigung ging Hans Peter auf viele Details hinsichtlich Konzeption, Anlage, Auswahl von Pflanzen, Pflegemaßnahmen, Teichbau, Wildbienennisthilfe und deren Bewohner ein. U.a. ließ sich die blauschwarze Holzbiene blicken und flog die Lippenblüten des Wollziests an.

Viele Fragen waren zu beantworten, Informationen gegeben, Erfahrungen, Tipps und auch ein paar Pflanzen ausgetauscht. Es gab viel zu schauen, im Großen wie im Kleinen.

Nach zwei Stunden Gartenführung erholten sich die Teilnehmer unter Sonnenschirmen bei Kaffee und Kuchen, herzhafteren Snacks und Erdbeerbowle.

Dabei wurde gefachsimpelt, weitere mögliche Gartenbesuche besprochen, sich einfach nochmals besser kennengelernt. Gegen 18Uhr verließen die letzten Gartenliebhaber Hannak`s Traumgarten.

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