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P1020725 klein27 Fachwarte aus den abgeschlossenen Kursen und dem aktuell noch laufenden Kurs zeigten durch ihr Kommen Interesse an den Aktivitäten des Netzwerks. Veranschaulicht durch eine Präsentation berichteten die Koordinatoren über die vergangenen Aktivitäten, so z.Bsp. von der Fahrt mehrerer Fachwarte zum 7. Streuobsttag in Ludwigsburg, von der sie viel Wissenswertes mitbrachten. Des Weiteren über verschiedene Neuigkeiten in der Zusammenarbeit mit der Baumwartvereinigung, deren "Jugendabteilung" die Fachwarte quasi darstellen. Dabei erklärten sich zwei Fachwarte bereit, ab nächstem Jahr die Baumwart-Lehrfahrten zu organisieren. Kommende Fortbildungen und Planungen wurde engagiert diskutiert und gemeinsam entschieden, was angegangen werden soll und wie.

In Zukunft können Obstbaumbesitzer den ihnen nächstliegenden Fachwart über eine Landkreiskarte finden und direkt kontaktieren. Dazu können sich die Fachwarte mit ihrem persönlichen Profil auf der Homepage des Netzwerks anmelden. Dies vereinfacht die Sache für alle Beteiligten.

 Ein großes Thema im internen Forum ist derzeit die "Bezuschussung der Streuobstwiesenpflege".
Dies bedeutet, dass Baumbestände jeden Alters, v.a. noch erhaltenswerte alte Bäume
gepflegt werden sollten und nicht immer nur neu gepflanzt, zumal neue Bäume ebenfalls
mit einem noch verhätnismäßig geringen Zeitaufwand  zwar, ebenfalls geschnitten werden sollten.
Je größer aber der Baum, um so größer auch der Aufwand, erst recht, wenn lange Nichts mehr
gemacht wurde. Dies ist bei vielen Beständen leider der Fall und ihre neuen Besitzer,
durch Erbe oder Kauf, sind meist selbst im Schnitt unkundig. Nun einen Fach- oder Baumwart
kommen zu lassen ist ein nicht zu unterschätzender finanzieller Hinderungsgrund.
Besitzer, die zwar den Wert einer Streuobstwiese erkennen und die Bäume erhalten und
pflegen wollen, scheitern so spätestens an der berechtigten Aufwandsentschädigung
für den Fachwart. Hierfür gibt es, außer man ist Landwirt, derzeit keinerlei
Zuschüsse oder Fördergelder seitens Gemeinden, Kreisen oder überregionalen Ämtern,
abgesehen von besonderen, ausgewiesenen Schutzgebieten, was für den Kreis Biberach
nicht zutrifft. Dafür würden sich die Fachwarte gerne einsetzen, zumal es anderswo bereits
vorbildliche Gemeinden gibt, die über eine Initiative freiwillig Geld in die Hand nehmen und
auch den privaten Baumbesitzer animieren und unterstützen, schließlich sind mit 60.000 ha
mehr als die Hälfte des gesamten Obstbaumbestandes in der privaten Hand sog. Gütlesbesitzer!

Im Ausblick wurden noch verschiedene Veranstaltungen und Fortbildungen angekündigt:

unter anderen der Pomologie-Grundkurs des LOGL welcher 2014 in Biberach stattfinden wird.

Aktuell kann man sich noch für die LOGL-Fortbildung mit Markus Zehnder am Mittwoch, 17. Juli 2013 anmelden, die ebenfalls im Kreis Biberach stattfinden wird.

Nach mehreren Stunden des Austauschs beschloss Antje Beducker das Treffen und die Fachwarte bedankten sich mit ihrem Applaus bei den 3 Koordinatoren für ihr ehrenamtliches Engagement.