92. Jahreshauptversammlung der Baumwartvereinigung

 Am 28.02.2013 fand im Rahmen der Baumschneidetage der Baumwartvereinigung die 92. Jahreshauptversammlung der Baumwartvereinigung statt.Die Baumwartvereinigung des Landkreises Biberach ist inzwischen eine der ältesten in Baden-Württemberg. Im vollbesetzen Tanzhaus begrüsste der Erste Vorsitzende Franz Weiss die anwesenden Baumwarte. Mehr als 30 Fachwarte sind inzwischen Mitglieder der Baumwartvereinigung.

Tagesordnungspunkte waren unter anderen der Jahresrückblick, die Vorstellung des Netzwerkes Fachwarte und der Kassenbericht. Weitere Themen waren das Jahresprogramm 2013: die Lehrfahrt des KOV (Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine), der 8. Baumwarttag am 15. September 2013 (Lehrfahrt zum Obstbaulehrpfad in Frickenhausen und Besuch der Hohensteiner Hofkäserei), sowie der Kürnbacher Herbstmarkt.

Karl Haid wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung aufgrund des 80sten Geburtstages die Ehrenmitgliedschaft in der Baumwartvereinigung verliehen. Der Seniorchef der Baumschule Haid ist seit 60 Jahren aktives Mitglied in der Baumwartvereinigung. Im Anschluß waren alle Mitglieder zu einem gemeinsamen, schwäbischen Vesper in der Kürnbacher Versperstube eingeladen.

Es gibt nichts gutes - ausser man tut es!

 

Unter diesem Motto ruft der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden Württemberg e.V. (LOGL) die 6. landesweiten Streuobstpflegetage aus.

 

Seit Jahren wird über den Erhalt der Streuobstwiesen viel geredet und geschrieben. Mit den Landesweiten Streobstpflegetagen möchte der LOGL deutlich machen,m dass viele Obst- und Gartenbauvereine seit Jahren in der Streuobstwiesenpflege aktiv sind und nachhaltig zum Erhalt dieser wertvollen Kulturlandschaft beitragen. Bei der letztjährigen Aktion wurden nahezu 10.000 überwiegend ältere Obstbäume geschnitten.

 

Auch das Netzwerk der Fachwarte im Landkreis Biberach beteiligt sich dieses Jahr an den Streuobstpflegetagen:

Folgende Termine wurden gemeldet:

 

01.März: Obstbaumschnitt auf der Streuobstwiese der Biberacher Bürgerstiftung (Ansprechpartner:Claudia Klausner),

Interessierte sind herzlich eingeladen!

08. März: Obstbaumschnittaktion im Rahmen der Fachwartfortbildung Winterschnitt in Otterswang

22. März: Kurstreffen des 2. Fachwartkurses mit Schnittaktion bei Biberach- Bergerhausen/Hagenbuch

 

Lernen zu Lehren: Teil 2

Schon während der Fachwartfortbildung Lernen zu Lehren wurde der Wunsch nach einer Fortsetzung um das erlernte zu üben und zu vertiefen geäußert. Am 18. Januar trafen sich bei winterlichen Wetterverhältnissen 12 Fachwarte, um die Durchführung eines Schnittkurses  praktisch zu üben. Nach einer kurzen Wiederholung der Elemente eines Schnittkurses wie u.a. Schnittregeln, Schnitttechnik und Baumansprache teilten sich die Fachwarte in Kleingruppen auf. Neben dem "Durchspielen"eines Schnittkurses wurde natürlich auch gemeinsam gesägt und geschnitten und über die notwendigen Eingriffe diskutiert.

Am Ende des Nachmittages lag dann jede Menge Schnittgut im Schnee, und alle hatten sich zum Abschluss eine Stärkung im Warmen verdient.

Fortbildung "Lernen zu Lehren"

Wie führe ich einen erfolgreichen Schnittkurs durch?

Dies wollten 23 Fachwarte gerne wissen, um in der Zukunft selbst Gartenbesitzer theoretisch und praktisch anzuleiten.P1020206 klein

Die beiden Koordinatorinnen des Netzwerks der Fachwarte, Claudia Klausner und Antje Beducker, hatten die wichtigsten organisatorischen und fachlichen Punkte zusammengefasst. Gleich zu Beginn sollten aber alle Anwesenden überlegen, was denn für sie einen guten Kurs ausmacht. Dabei wurden eine gute allgemeine Organisation ebenso genannt, wie die inhaltliche Struktur und Überschaubarkeit des jeweiligen Themas. "Weniger ist mehr" sagt aus, dass ein Kursteilnehmer nicht mit mehr Fragen nach Hause entlassen werden soll, als er vor dem Kurs hatte. Das bedeutet für die zukünftigen Referenten, dass sie sich für die zwei bis maximal drei Stunden eines Schnittkurses z.B. auf Beerenobst oder den Erziehungsschnitt von Obstbäumen konzentrieren. Entsprechend sollte auch die Ausschreibung des Kurses sein, damit wirklich die passenden Zielpersonen teilnehmen können.
Das berühmte "Lernen durch selbst Tun" kommt bei Schnittkursen erst recht zu seiner Bedeutung. Vor allem dann, wenn ein Teilnehmer selbst zu Schere und Säge greifen darf. Voraussetzung dafür ist aber die Baumansprache, also den Zustand eines Baumes zu analysieren, die wünschenswerten Ziele zu nennen und die dafür notwendigen Schnittmaßnahmen zu begründen.
Alle Fachwarte bekamen eine schriftliche Ausgabe des Vortrags und können damit bald "ihren" eigenen Schnittkurs, vielleicht für einen Obst- und Gartenbauverein, vorbereiten.

Auch nach dem Vortrag hatten sich die Fachwarte der drei bisherigen Kurse noch viel zu erzählen und sie freuen sich auf
die nächsten beiden Termine des Netzwerks: auf das "traditionelle" Treffen bei den neuen Fachwarten in Kürnbach im
Februar und ein Winter-Schnittkurs im März. Genaue Daten sind zu gegebener Zeit unter Termine nachzulesen.