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Pomologisches Grundlagenseminar

 

Im Spätherbst 2018 wünschten sich Vereinsmitglieder ein Pomologisches Grundlagenseminar. Dies setzten nun Mitte Oktober Armin Müller und Claudia Klausner in die Tat um.

Auch hier war die magere Apfelernte dieses Jahr ein Problem. Trotzdem gelang es den beiden Referenten rund 25 verschiedene Apfelsorten aufzutreiben.

36 Fachwarte nahmen an der Fachwart-Fortbildung teil.

Bei dieser Veranstaltung wurden die grundlegenden Pomologischen Begrifflichkeiten erklärt und auch erarbeitet. Die Teilnehmer durften sich an Gruppentischen anhand der dort ausliegenden Äpfel mit den Sortenmerkmalen beschäftigen:

Wie lang ist ein mittellanger Stiel, und ab wann ist er denn lang?

Ist diese Deckfarbe nun gestreift oder geflammt?

Wie sieht ein Stielbauchiger Apfel aus?

Welche Merkmale sind variabel?

Auf einen theoretischen Input folgte immer ein praktischer Teil, bei welchen sich die Teilnehmer dann angeregt diskutierend mit den Äpfeln auseinander setzten.

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Herbstmarkt 2019

 

Auch dieses Jahr präsentierte sich das Netzwerk der Fachwarte wieder mit einem Stand auf dem Kürnbacher Herbstmarkt.

Wie in den Jahren vorher mit einem Essensangebot und mit einem Infostand.

Die Organisation des Beitrags der Fachwarte zum Herbstmarkt erforderte vom Chef-Organisator Hans Peter Hannak dieses Jahr vollen Einsatz:

Erneut mussten die 2 Stände und das umfangreiche Equipment wie Vorbereitungszelt, Spülmobil ... an einem neuen Standplatz untergebracht werden. Durch den begrenzten Platz war Improvisation und Kreativität gefragt.

Auch das bewährte und gefragte Speisenangebot wie Apfelkratzede und Kartoffelpuffer mit Streuobst-Apfelmus stelle den Organisator und die Vereinsmitglieder vor eine Herausforderung: woher die Äpfel nehmen, wenn die meisten Bäume leer sind???

 

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Also musste improvisiert werden: aus gekauften Äpfeln wurde Apfelmus gekocht und statt Apfelkratzede gab es Kratzede mit Apfelmus.

Leider sah es dann auch bei der Obstverkostung etwas einseitig aus: Birnen aller Sorten gab es jede Menge, die Apfelauswahl war bescheiden.

Trotz aller Herausforderungen und und des bescheidenen Wetters war die Stimmung am Fachwarte-Stand hervorragend und alle waren engagiert im Einsatz.

Lehrfahrt: Sonderkulturen

 

Im Weiler Badhaus, welcher zur Gemeinde Steinhausen a.d. Rottum gehört, liegt der Hof der Familie Miller.

Felix, ein Fachwart, will in Zukunft dort Sonderkulturen anbauen und auf dem Hof vermarkten.

Fast 30 Fachwarte folgten der Einladung die Versuchskulturen zu besichtigen: Aprikosen, Pfirsiche, Tomaten,Süsskartoffeln, Äpfel, Birnen, Trauben, Aroniabeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, kanadische Felsenbirne, Indianerbananen.. und vieles mehr.

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Felix Miller baut seine Früchte biologisch an und lehnt aus Überzeugung den Einsatz von Kupfer und Schwefel ab.

Derzeit befindet er sich in der Testphase um heraus zufinden welche Sorten und Anbaumethoden für den Biologischen Anbau in Oberschwaben geeignet sind. Dazu hat er ein breites Sortiment an verschiedenen Arten und Sorten gepflanzt.

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Während dieser Versuchsphase erprobt Felix u.a. welche Pflanzenschutzmethoden am effektivsten sind: Netze, Folienhäuser, Überdachungen...,  Er experimentiert mit verschiedenen Untersaaten wie Leguminosen um eine optimale Nährstoffversorgung seiner Pflanzen zu gewährleisten.

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Der fast zweistündige Rundgang durch Folienhäuser und übers Freigelände ging über in eine spannende Verkostung von verschiedenen Früchten wie Trauben, Pfirsich, Aprikosen, Melonen und einer Vielzahl an Obstprodukten wie Marmeladen und Säften.

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Exkursion zum Birnensortenerhaltungsgarten "Unterer Frickhof"

Seit mehr als 30 Jahren werden auf dem Gelände des "Unteren Frickhofes" Birnensorten gesammelt und erhalten. Aufgebaut hat dieses Sammlung Thomas Hepperle.

Dieser führte, wie immer sehr informativ und unterhaltsam, eine Gruppe des Netzwerkes der Fachwarte durch den Birnensortengarten.

 

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Bei den Äpfeln sieht es 2019 eher bescheiden aus. Anders bei den Birnen. So hatten wir das Glück, dass wir das richtige "gebucht" hatten.

Viele Bäume trugen reichhaltig Früchte und manche waren auch schon reif und konnten probiert werden.

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Ein Hochstamm der Sorte: Stuttgarter Gaishirtle. Sehr, sehr lecker- aber leider eher für mildere Lagen geeignet.

Ein alter Baum, welcher durch einen fachkundigen Schnitt wieder revitalisiert wurde.

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Gemeinsam mit Dr. Walter Hartmann informierte Thomas Hepperle über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Birnensorten. Seine Empfehlung, Wirtschaftsbirnen betreffend: Nägelesbirne und Wilde Eierbirne. Diese Sorten sind unempfindlich genüber Birnenverfall und Feuerbrand und haben zudem gute Verwertungseigenschaften.

 

Leider ist Feuerbrand im Sortengarten immer noch ein Problem. 

Die beiden Obstbauprofis Hepperle und Hartmann warnen deshalb vor einem Sommerschnitt an Birnbäumen: die Infektionsgefahr ist zu hoch.

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