Fachvortrag Kronenpflege alter Obsthochstämme

Hans Thomas Bosch ist mit seinem Standardwerk "Kronenpflege alter Obsthochstämme" inzwischen weit über den süddeutschen Raum als Fachmann für einen baumerhaltenden Umgang mit Obstbäumen bekannt.

Um dieses Ziel zu erreichen kombiniert er moderne Baumpflege mit der traditionellen Schnittlehre des Oeschbergschnittes. Nicht der Ertrag ist dabei alleinige Zielvorstellung, sondern die Baumstabilität

und baumschonende Schnitttechniken unter der Berücksichtigung ökonomischer Bedingungen. Auch legt er großen Wert darauf, dass der sortentypische Habitus eines Baumes erhalten bleibt und dieser weiterhin positiv die Kulturlandschaft prägt.

Das Netzwerk der Fachwarte und Baumwarte im Landkreis Biberach ist deshalb besonders stolz, ss es ihnen gelang daHans Thomas Bosch für eine Weiterbildungsveranstaltung zugewinnen. Frühmorgens trafen sich rund 30 Fachwarte in Ochsenhausen, um das Thema Hochstammpflege zu vertiefen. Hans Thomas Bosch erläuterte in einem kurzweiligen Theorieblock verschiedene Schnitttechniken anhand von anschaulichen vorher-nachher Bilderserien. Im Anschluss an diese Einführung ging es auf die Obstbaumwiese. 

Hier zeigte Hans Thomas Bosch direkt an einem alten, wenig vitalen Apfelbaum verschiedene Schnitttechniken, die dazu beitragen könnten, die Vitalität und auch die Stabilität dieses Baumes zu erhöhen bzw. wieder herzustellen. Mithilfe einer Tiroler Steigtanne und zusätzlich mit einer sogenannten Kurzsicherung gesichert stieg H.T. Bosch in den obersten Kronenbereich um dann fachkundig und präzise Auslichtungs- und Einkürzungs- Schnitte vorzunehmen. Aufgrund der Position im Baum entdeckte der Fachmann einige gravierende Baumschäden, welche bei der Baumpflege von unten, mit Hilfe von Teleskopwerkzeug nicht entdeckt werden.

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Claudia Klausner mit einem Geschenk bei Hans Thomas Bosch. Der große Applaus der anwesenden Fachwarte zeigte, dass die Veranstaltung sehr gut angekommen war. 

Bezugsadresse Buch: https://www.kob-bavendorf.de/aktuelle-nachricht/naturgemaesse-kronenpflege-am-obsthochstamm.html 

 

1644065879998 Mittel

SOS Streuobstwiese 2022

SOS2022.2

Noch sind sie ein vertrauter Bestandteil unserer oberschwäbischen Kulturlandschaft, jedoch wird ihr Bestand immer kleiner: Landschaftsprägende Streuobstbestände.
Die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen ist reiner Idealismus, aber ein unbezahlbarer Beitrag zum ökologischen Wert unserer Kulturlandschaft.
Umso erfreulicher ist es, wenn sich Menschen für diese Perlen in unserer Kulturlandschaft begeistern und viel Zeit, Engagement und auch Geld für den Erhalt von Streuobstbeständen investieren.
Seit 10 Jahren unterstützt das Netzwerk der Fachwarte und Baumwarte im Landkreis Biberach e.V. diese Idealisten bei der Pflege ihrer Streuobstbestände.
Nicht nur engagierte Streuobstwiesenbesitzer, sondern auch Kommunen (Ausgleichsflächen, Storchenwälder) und Vereine können sich um Unterstützung bei der Sanierung von ungepflegten Obstbaumbeständen beim Netzwerk der Fachwartebewerben. Vorrausetzung für diese Unterstützung ist die Verpflichtung zu einer weiteren kontinuierlichen Pflege des Bestandes.
Dieser Arbeitseinsatz wird immer mit einem thematischen Einstieg verknüpft. Dieses Jahr wurde das Hauptaugenmerk auf die Professionelle Vorgehensweise gelegt: Baumbeurteilung, Festlegung des Schnittzieles und Wahl der Schnittmethode und der Schnittmaßnahmen.
Gut 20 Fachwarte erneuerten gemeinsam die Stabilität der Obstbäume indem sie die Baumkronen einkürzten und auslichteten. Bei diesen, schon seit längeren ungeschnittenen Bäumen war die Orientierung im Gewirr der Äste und Zweige auch für fachkundige eine Herausforderung.
Nach mehr als drei Stunden Arbeit waren alle zufrieden, die Bäume sehen jetzt gepflegt aber nicht verschnitten aus und die Gefahr eines Astbruches wurde deutlich reduziert.

SOS2022.1

Hohe Auszeichnung: Kreisfachberater für Obst- und Gartenbau Alexander Ego erhält Eduard-Lucas-Medaille

Alexander Ego, der Kreisfachberater für Obst- und Gartenbau für den Landkreis Biberach, ist für sein
20-jähriges Engagement zum Erhalt der Streuobstwiesen und ihrer Sortenvielfalt mit der Eduard-
Lucas-Medaille geehrt worden. Der „königlich-württembergische Garteninspektor“ Lucas galt schon
zu Lebzeiten als einer der Väter der Gartenkultur und der Pomologie, weshalb die in seinem Namen
erfolgende Preisverleihung eine ganz besondere Würdigung und Wertschätzung für Alexander Ego
und sein Engagement darstellt. Die Ehrung wurde durch die Staatssekretärin MdL Sabine Kurtz
vorgenommen, die in ihrem Grußwort Egos „leidenschaftlichen Einsatz für den Erhalt der
Sortenvielfalt und für die Wissensvermittlung rund um das Streuobst und seinen großen Beitrag zum
Erhalt der Streuobstbestände und der Obstsortenvielfalt in Baden-Württemberg“ betonte
Bodenständig, anpackend und bürgernah hat er zahlreiche Projekte umgesetzt, die es ohne ihn nicht
gegeben hätte: So geht das Projekt zur meristematischen Klonung des Jakob-Fischer-Urbaums
maßgeblich auf ihn zurück. Dank seines Projekts mit dem Dresdner Julius-Kühn-Institut wurde die
Sorte gerettet und ist in ihrer Urform wieder erhältlich.
Auch die Fachwartausbildung, die in unserem Landkreis eine besondere Qualität hat, wäre ohne ihn
nicht zu dem Erfolgsprojekt geworden, die sie jetzt ist. Seit ihrer Einführung haben hunderte
engagierte Streuobstfans die Ausbildung durchlaufen und setzen sich in ihren Gemeinden für die
Pflege und die Nutzung der vielen Vorteile des Streuobsts ein. Durch seinen unermüdlichen Einsatz
für die Kulturlandschaft und besonders für den Erhalt alter Streuobstbeständen und die alten
Lokalsorten, schafft er es Jahr für Jahr wertvolle Schätze zu erhalten.
Die Obst- und Gartenbauvereine und Fachwarte im Landkreis Biberach gratulieren ihrem langjährigen
Kreisgeschäftsführer ganz herzlich und wünschen dem Alex, wie er im ganzen Landkreis bekannt ist,
auch weiterhin viel Freude, Schaffenskraft und weiterhin ehrgeizige Projekte.

Alex

Vortrag mit der Pflanzenärztin Dr. Tina Balke

Das Thema Klimawandel ist schon lange in unseren Gärten angekommen. Starkregen Ereignisse, Äpfel mit Sonnenbrand sind nichts ungewöhnliches mehr.

Welche neuen Schädlinge sind denn dabei Europas Gärten und Felder zu erobern?

Welche Pflanzen gelten denn als zukunftsfähig?

Diese und viele weitere Fragen interessierten die gut 30 Fachwarte und Fachwartinnen, welche trotz strenger Coronaauflagen am Vortrag von Frau Balke teilnahmen.

 

Japankäfer: s. Foto

mehr Infos: https://www.julius-kuehn.de/media/Veroeffentlichungen/Flyer/Japankaefer.pdf

Japankaefer 100 v HDready