Fachwartfortbildung: Ausstecken einer Obstbaumwiese

Ausstecken ObstwieseZwei Grad über Null, Nieselregen, böiger Wind. Doch der Fachwart kommt. 12 Unerschrockene trafen sich auf einer Wiese bei Laupertshausen, um das Ausstecken einer Streuobstwiese zu erlernen. Auch aus dem gerade angelaufenen aktuellen Kurs waren schon einige Wissbegierige mit dabei.

Martin Halder zeigte den Fachwarten einige erprobte Vorgehensweisen und Tipps beim Ausstecken einer Obstbaumwiese. Bestückt mit Maßband, Schnüren und Pflöcken, machten sich die Fachwarte daran die neuen Obstbaumstandorte einzufluchten. Manche Diskussion ergab sich an der Frage, ob der Pflock nicht doch einige Zentimeter in die eine oder andere Richtung verschoben werden muss um genau in der Flucht zu sein.
Auch das Ausstecken einer neuen Obstwiese mit versetzten Reihen wurde ausprobiert. Martin Halder zeigte hier eine Vorgehensweise mit zwei gleichlangen Schnüren, die ein zügiges und genaues
Ausstecken gewährleistet.

Bewahren, schützen und pflegen im Einklang mit der Natur - das Netzwerk ist Preisträger des Kulturlandschaftspreises 2013!

PV Kulturlandschaftspreis 2013 1 corrDer Schwäbische Heimatbund lud zur Preisverleihung in die Hohenzollern-Halle nach Bisingen.
Der lokale Gartenbauverein Thanheim, der auch zu den Preisträgern gehörte, begrüßte in herbstlicher Atmosphäre
seine Gäste mit Kaffee und Zopfbrot, bis schließlich alle Festredner eingetroffen waren.
Dabei betonte der Präsident des Sparkassenverbandes Peter Schneider die Heimatverbundenheit seiner Institution und erwähnte nicht ohne Stolz, dass er natürlich erfreut über die Preisträger aus seinem Wahlkreis sei.

Auch der Vorsitzende des Schwäbischen Heimatbundes, Fritz-Eberhard Griesinger, und Ministerialdirektor Wolfgang Reimer warteten mit fundierten Worten auf, die die Bedeutung dieser Auszeichnung erst so richtig klarmachten. Die Vorstellung der einzelnen Projekte wurde auf der Großbildleinwand illustriert und wunderbar erläutert durch Volker Kracht, dem Vorsitzenden der Jury und Leiter des Referats für Naturschutz und Landschaftspflege beim Regierungspräsidium Tübingen.

Mehr über alle verdienten und interessanten Preisträgerprojekte 2013 ist in einem Sonderdruck des Schwäbischen Heimatbundes zu lesen, oder unter schwaebischer-heimatbund.de

Begleitet von OGAB-Leiter Alexander Ego, nahmen, stellvertretend für alle aktiven Netzwerker, die acht angereisten
Biberacher FachwartInnen überglücklich und gerührt die Urkunde und einen Scheck entgegen. Erstaunlich war einfach, dass  
unser so junges Projekt unter den langjährig verdienten Mit-Preisträgern überhaupt berücksichtigt wurde. Aber die Idee der
Unterstützung von Kommunen durch Startaktionen mit anschließender verpflichtender Kontinuität und die aktive Pflege von Streuobstwiesen hatte die Jury überzeugt.
Welch wundervolle Anerkennung unserer gemeinsamen ehrenamtlichen Tätigkeit, für die sich das Netzwerk herzlich bedankt!

Öffentlichkeitsarbeit beim Herbstmarkt

Stand

Zum 2. Mal beteiligte sich das Netzwerk der Fachwarte am Herbstmarkt in Kürnbach mit einem Stand im Ziegelstadel.
Mit selbstgemachten Produkten von eigenem Obst oder sogar Obstbaum-Holz und mit dem beliebten Pomologischen Quiz zog es dieAufmerksamkeit des
zahlreichen Publikums auf sich. Die Präsenz des Netzwerks wurde wieder gerne für beratende Gespräche und Austausch genutzt und kaum ein Besucher verließ die Obstsortenausstellung ohne Löwenzahngelee oder Flyer.

Überregionales Fachwartetreffen in Mössingen

Schaugarten MössingenDer OGV Mössingen war am Nationalfeiertag Gastgeber des überregionalen Fachwartetreffens.
LOGL-Präsident Erhard Hahn begrüßte die gespannten Gäste aus Nah und Fern und OGV-Vorsitzender
Hans Wener lud zu den vielfältigen Aktivitäten des Tages ein.
Die 3 Biberacher Fachwarte flanierten ausgiebig durch den Lehr- und Schaugarten mit Beerenobst, Spalier- und Spindelbäumen, fachsimpelten mit den Kollegen bevor sie Werner Maier auf die umliegende Streuobstwiese folgten, um dort die Bäume mit Öschberg-Erziehung zu begutachten.
Ein ebenso eindrucksvoller und lebendiger Rundgang am Nachmittag führte die interessierten Fachwarte über den Panoramaweg, gesäumt von ehemaligen Allmend-Flächen im Besitz der Stadt Mössingen. Das Netzwerk Streuobst organisiert und vermittelt die Verpachtung von Parzellen an Privatleute, die Abfuhr von Grüngut, der Pflege öffentlicher Flächen und organisiert z.B. Ernte-Aktionen als Öffentlichkeitsarbeit. Die Geschichte des Streuobstbaus, die Entwicklung der Flächen rund um Mössingen bis heute, Wissenswertes über Obstbäume und jeweils ein Beitrag für Kinder sind auf 6 Tafeln dargestellt.

Ein Wanderweg mit herrlichem Ausblick auf die zahlreiche Obstwiesen rundherum und ausgesprochen gepflegten Bäumen und ein nachahmenswertes Projekt!

Gegen eine kleine Spende konnte man dann noch mitgebrachtes Obst durch Markus Zehnder bestimmen lassen. Zufrieden über den schönen Tag traten die Biberach wieder die Heimreise an, vorbei an den Blumenwiesen-Flächen in Mössingen.
Das nächste überregionale Fachwarte-Treffen findet 2014 in Heilbronn statt - man sieht sich dort!

Mehr lesen unter
www.ogv-moessingen.de