Runder Tisch Fruchtsaftkeltereien

Der niedrige Obstpreis sorgte dieses Jahr für zahlreiche Diskussionen.

Dies war einer der Gründe weshalb das Netzwerk der Fachwarte zum ersten Runden Tisch mit den Fruchsaftkeltereien im Landkreis Biberach einlud.

Neben den Fachwarten nahmen sechs Mostereien am Runden Tisch teil.

Interessant für die Fachwarte war besonders, wie die Mostereien die momentane Situation bewerten und welche Perspektiven sie für ihren Betrieb und den (Streu-) Obstbau im Landkreis sehen.

Die Mostereien beklagen eine Verschlechterung der Obstqualität, welche insbesonders auf den schlechten Pflegezustand der Bäume zurück zuführen ist.

Auch wird sehr viel Obst verfrüht geerntet, so dass die Äpfel unreif abgegeben werden. Worunter die Saftqualität leidet.

Alle Mostereien sehen ihre Zukunft bei den Kleinerzeugern, den Gartenbesitzen mit ein paar Obstbäumen. Es gibt immer weniger Landwirte mit großen Streuobstwiesen.

Konsens war, dass ein Austausch und auch Kooperationen (z.B. Schnittkurse) zwischen den Mostereien und den Fachwarten ein wichtiger Schritt sind, um sich gemeinsam für den Erhalt der letzten Streuobstbestände stark zu machen.

 

Lernen zu Lehren

Auch dieses Jahr fand wieder die Fachwartfortbildung "Lernen zu Lehren" statt. Auch beim dritten mal waren die Plätze im Lehrsaal des Landwirtschaftsamtes gut besetzt.

Vorallem die "neuen" Fachwarte und Fachwartinnen des 5. Fachwartkurses waren zahlreich vertreten. Aber auch Fachwart-Kollegen aus dem Landkreis Ravensburg und dem Rems-Murr-Kreis zählten zu den Seminar-Teilnehmern.

Die Teilnehmer konnten nicht nur eine Powerpointpräsentation für ihre zukünftigen Schnittkurse mit nachhause nehmen, sondern sie durften auch von der Schnittkurserfahrung der beiden Referentinnen Antje Beducker und Claudia Klausner profitieren.

Wie beim Obstbaumschnitt, gilt bei der Durchführung eines Schnittkurses: trau dich und sammle eigene Erfahrungen!

Netzwerk Fachwarte erhält das Siegel: Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

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Das Netzwerk der Fachwarte wurde am 07.11.2014 für sein Projekt "SOS Streuobstwiese" ausgezeichnet.

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Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum 2011-2020 zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen.

Dadurch sollen mehr Menschen für den Erhalt der Biologischen Vielfalt sensibilisiert werden.

Durch das Auszeichnen von Projekten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt soll das öffentliche Bewusstsein für Biologische Vielfalt, ihren Wert und die gesellschaftliche Verantwortung für ihren Schutz und die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile gefördert werden.

 

Das Netzwerk-Projekt "SOS Streuobstwiese" wurde von der Geschäftsstelle UN-Dekade und der Jury des UN-Dekade Projekt-Wettbewerbes als auszeichnungswürdig bewertet.

So reisten am 07. November sechs Fachwarte zusammen mit dem Kreisfachberater Alexander Ego nach Stuttgart, um im Rahmen einer UN-Dekade Konferenz in der Wilhelma die Auszeichnung entgegen zu nehmen.

Die UN- Dekade Konferenz bot den Fachwarten ein interessantes Programm mit Vorträgen und Workshops. Und auch die Möglichkeit sich mit anderen Aktivisten auszutauschen und interessante Kontakte zu knüpfen

Diese Auszeichnung darf das Netzwerk der Fachwarte nun zwei Jahre lang führen.

 

 

 

LOGL Fachwartefortbildung 2014 „Sortenbestimmung Kernobst“

Am Samstag den 25.10.2014 fand im Museumsdorf Kürnbach die Fachwart-Fortbildung „Sortenbestimmung Kernobst“ des LOGL (Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft) statt. Der voll besetzte Kurs zeigte das rege Interesse der Fachwarte an diesem spannenden Thema. Und so waren LOGL-Fachwarte aus dem gesamten Landesgebiet angereist, um sich in der Bestimmung von Äpfeln fortzubilden.

Als Kursleiter konnte Herr Hans Thomas Bosch, Pomologe und Mitarbeiter am Kompentenzzentrum Obstbau-Bodensee gewonnen werden.

 

In einer theoretischen Einführung erfuhren die Teilnehmer die wichtigsten Aspekte der Beschreibung eines Apfels. Ist der Apfel eher rund oder kegelförmig, wie beschreibt man die Färbung des Apfels, für all diese Fragen sind standardisierte Parameter verfügbar, die eine definierte Ansprache von Äpfeln zulässt.
Mit diesem Hintergrundwissen ging es an die konkrete Beschreibung von Äpfeln. Die Fachwarte erhielten dazu vom Kursleiter eine Kiste mit Äpfeln. In Gruppen wurden nun in einem ersten Schritt die vorhanden Äpfel nach Sorten sortiert. Dies klingt einfach, aber aufgrund der großen Variabilität im Aussehen der Äpfel einer Sorte war hier schnell klar, Sortenbestimmung ist eine Aufgabe, die viel Erfahrung voraussetzt. Im Weiteren wurde nun versucht die Apfelsorten anhand von Merkmalen zu beschreiben. Form, Farbe und Geschmack wurden beschrieben und somit Unterschiede zwischen den Sorten herausgearbeitet.


Zum Abschluss der Veranstaltung wurden Äpfel und Birnen bestimmt, die von den Kursteilnehmern mitgebracht wurden. Und auch hier zeigte sich, wie schwierig die Sortenbestimmung ist. Auch Herr Bosch musste hier bei dem einen oder anderen Apfel kapitulieren.

 

Jetzt war jedem klar, nach Beendigung dieses Kurses bin ich noch kein Pomologe!