17 neue Obstbäume in Laupertshausen

Der neue Ausbildungskurs "Fachwart für Obst- und Gartenbau" der Obst- und Gartenbauakademie Biberach traf sich zu seinem ersten Außen-Termin in Laupertshausen. Die Details und den Ablauf, wie ein Obstbaum gepflanzt werden sollte, erläuterte vorab Martin Halder und in Kleingruppen leiteten dann auch Akademieleiter Alexander Ego und Fachwarte des Netzwerks die "Azubis" an. Von der Größe des Pflanzloches, über den WühlmauskorbP1030414 und den unerlässlichen Pflanzschnitt bis hin zum richtigen Anbinden des Baumes an den Pfahl wurde alles angesprochen und umgesetzt.

Da auf dieser Wiese Kühe zur Beweidung grasen werden, wurde noch um einen Baum ein Gatter errichtet, das die Tiere abhalten soll, an der Pflanze zu fressen oder zu scheuern und wenigstens die ersten Jahre die Bodenverdichtung im Wurzelbereich verhindern soll. Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen konnten sich alle dann wieder aufwärmen!

Fortbildung "Lernen zu Lehren"

Eine Aufgabe von Fachwarten ist es, ein Multiplikator ihres erlernten Wissens zu sein. Doch die Planung und Durchführung eines Obstbaumschnittkurses will auch erlernt sein. Und so trafen sich, wie auch im letzten Jahr, die Fachwarte zu einer Fortbildungsveranstaltung mit dem Namen "Lernen zu Lehren". In einem gut gefüllten Klassenraum der Obst und Gartenbauakademie Biberach (OGAB) gab Claudia Klausner, eine der Koordinatorinnen des Netzwerks der Fachwarte, ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die Anwesenden weiter. Wie bereite ich einen Schnittkurs vor, welche Inhalte sind zu vermitteln, welche Fehler zu vermeiden. All diese Themen wurden an diesem Abend erörtert.

In aller Regel besteht ein Schnittkurs für Obstbäume aus einer theoretischen Einführung und einem Praxisteil auf der Obstwiese. Im Gegensatz zum Theorieteil, welcher zumeist als Frontalunterricht gehalten wird, wird bei den praktischen Kursinhalten die Mitarbeit der Kursteilnehmer gewünscht. Deshalb diskutierten die Fachwarte die Frage, ob es besser sei selbst zu schneiden oder den Kursteilnehmer schneiden zu lassen. Auch Sicherheitsfragen rund ums Schneiden wurden im Rahmen der Fortbildung angesprochen.

Am Ende der Veranstaltung erhielt jeder Teilnehmer der Fortbildung ein Starterset für einen Obstbaumschnittkurs. Mit den Unterlagen bestehend aus einer PowerPoint Präsentation und einer Kopiervorlage für Handouts, steht dem Anbieten und Abhalten eines Schnittkurses nun nichts mehr im Wege.

Fachwartfortbildung: Ausstecken einer Obstbaumwiese

Ausstecken ObstwieseZwei Grad über Null, Nieselregen, böiger Wind. Doch der Fachwart kommt. 12 Unerschrockene trafen sich auf einer Wiese bei Laupertshausen, um das Ausstecken einer Streuobstwiese zu erlernen. Auch aus dem gerade angelaufenen aktuellen Kurs waren schon einige Wissbegierige mit dabei.

Martin Halder zeigte den Fachwarten einige erprobte Vorgehensweisen und Tipps beim Ausstecken einer Obstbaumwiese. Bestückt mit Maßband, Schnüren und Pflöcken, machten sich die Fachwarte daran die neuen Obstbaumstandorte einzufluchten. Manche Diskussion ergab sich an der Frage, ob der Pflock nicht doch einige Zentimeter in die eine oder andere Richtung verschoben werden muss um genau in der Flucht zu sein.
Auch das Ausstecken einer neuen Obstwiese mit versetzten Reihen wurde ausprobiert. Martin Halder zeigte hier eine Vorgehensweise mit zwei gleichlangen Schnüren, die ein zügiges und genaues
Ausstecken gewährleistet.

Bewahren, schützen und pflegen im Einklang mit der Natur - das Netzwerk ist Preisträger des Kulturlandschaftspreises 2013!

PV Kulturlandschaftspreis 2013 1 corrDer Schwäbische Heimatbund lud zur Preisverleihung in die Hohenzollern-Halle nach Bisingen.
Der lokale Gartenbauverein Thanheim, der auch zu den Preisträgern gehörte, begrüßte in herbstlicher Atmosphäre
seine Gäste mit Kaffee und Zopfbrot, bis schließlich alle Festredner eingetroffen waren.
Dabei betonte der Präsident des Sparkassenverbandes Peter Schneider die Heimatverbundenheit seiner Institution und erwähnte nicht ohne Stolz, dass er natürlich erfreut über die Preisträger aus seinem Wahlkreis sei.

Auch der Vorsitzende des Schwäbischen Heimatbundes, Fritz-Eberhard Griesinger, und Ministerialdirektor Wolfgang Reimer warteten mit fundierten Worten auf, die die Bedeutung dieser Auszeichnung erst so richtig klarmachten. Die Vorstellung der einzelnen Projekte wurde auf der Großbildleinwand illustriert und wunderbar erläutert durch Volker Kracht, dem Vorsitzenden der Jury und Leiter des Referats für Naturschutz und Landschaftspflege beim Regierungspräsidium Tübingen.

Mehr über alle verdienten und interessanten Preisträgerprojekte 2013 ist in einem Sonderdruck des Schwäbischen Heimatbundes zu lesen, oder unter schwaebischer-heimatbund.de

Begleitet von OGAB-Leiter Alexander Ego, nahmen, stellvertretend für alle aktiven Netzwerker, die acht angereisten
Biberacher FachwartInnen überglücklich und gerührt die Urkunde und einen Scheck entgegen. Erstaunlich war einfach, dass  
unser so junges Projekt unter den langjährig verdienten Mit-Preisträgern überhaupt berücksichtigt wurde. Aber die Idee der
Unterstützung von Kommunen durch Startaktionen mit anschließender verpflichtender Kontinuität und die aktive Pflege von Streuobstwiesen hatte die Jury überzeugt.
Welch wundervolle Anerkennung unserer gemeinsamen ehrenamtlichen Tätigkeit, für die sich das Netzwerk herzlich bedankt!