Am 28.02.2026 fand in Kürnbach für die Mitglieder eine Fortbildung zum Thema Altbaumschnitt statt. Es ging nicht nur darum, den Altbaumschnitt durchzuführen, sondern mit welchen Hilfsmitteln der Baum geschnitten werden kann. 16 Teilnehmer/innen hatten sich dazu angemeldet und wurden auf 3 verschiedene Stationen aufgeteilt, welche nach ca. 1 Stunde gewechselt wurde.
Die erste Gruppe wurde von unserem Mitglied Alfred Schmid geleitet. Er stellte uns den Schnitt mit der Südtiroler Steigtanne (auch Einholmleiter genannt) und einer Kurzsicherung vor. Vielen Dank, dass wir das selbst ausprobieren durften. Es war ein cooles Gefühl, so frei im Baum zu hängen, allerdings nicht Jedermanns Sache. Einige Vorteile: die Leiter kann flexibel im Baum platziert werden, man ist direkt am Ast auf Arbeitshöhe, kann saubere Schnittwunden machen, die Sägearbeiten sind kraftsparend und der Nacken wird geschont.
Die zweite Station wurde von unserem 1. Vorsitzenden und zugleich OGAB-Baumschnitt-Trainer (Vorschneider) Klaus von Bank geleitet. Er zeigte uns den Schnitt von der Leiter aus, da er Wert auf saubere Schnitte legt. Des Weiteren stellte er uns verschiedene Handwerkzeuge – auch elektrisch – vor und gab Tipps, mit was man das Werkzeug pflegen kann. Zusätzlich bekamen wir Impulse auf sortenbedingte Wundheilung, sortenbedingtes Wachstum und was man daraus resultierend beim Schnitt beachten sollte. Äußerst spannend. Vielen Dank für diese wertvollen Tipps.
Die dritte Station wurde von OGAB-Baumschnitt-Trainer (Vorschneider) Hubert Mahd geleitet. Er zeigte uns, wie man sicher vom Boden aus einen Altbaum mit Teleskop-Werkzeug schneiden kann. Er schärfte unseren Blick, dass gerade, wenn das Teleskop-Werkzeug nicht sauber angelegt werden kann, der Baum oft auch Alternativen anbietet, an denen sauber geschnitten werden kann. Wir bekamen Tipps von ihm, wie das Werkzeug an schlecht zugänglichen Stellen angelegt werden kann, so dass ein sauberer Schnitt möglich wird. Natürlich war es nicht allen Stellen möglich, umso interessanter wird es, sich die Wundheilung und die Reaktionen an diesen Schnitten in 2-3 Jahren nochmal anzuschauen. Vielen Dank für das Vermitteln einer unkonventionellen Schnittweise verbunden mit einem sicheren Gefühl dank festem Boden unter den Füßen.
Es war wieder einmal ein sehr lehrreicher Nachmittag. Vielen Dank an alle Beteiligten. Nach einem gemeinsamen Abschluss ließen wir den Tag im Keller des Bierkrugstadels Bad Schussenried gemütlich ausklingen.
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